Ab morgen gelten die Vorschriften der EU-DSGVO für alle

Bereits am 13. Mai 2017, also vor gut einem Jahr, hatte ich darauf hingewiesen, dass am 25. Mai 2018 die EU-DSGVO in Kraft tritt und was dies bedeutet. (Mein erster Workshop zum Thema Datenschutz in der Praxis – damals bei der Hildesheimer Initiative für Zahngesundheit e.V. HIZ  – liegt schon Jahre zurück.) Es wäre daher reichlich Zeit gewesen, die Vorgaben in Ruhe umzusetzen. Ich hatte bereits letztes Jahr zahlreiche Workshops zu diesem Thema angeboten und rechnete mit vielen Teilnehmern. Umso erstaunter war ich, dass die Resonanz (anders als bei anderen Themen) häufig nicht besonders gut war, auf persönliche Nachfragen erhielt ich oft die Antwort, dass doch noch lange Zeit wäre oder gerade weit wichtigere Themen anstünden, denen man sich widmen müsse. Das fand ich sehr schade, aber umso mehr freuten mich die Teilnehmer, die wirklich Interesse am Thema zeigten, denn diese Workshops waren sehr intensiv und endeten stets damit, dass sich die Teilnehmer mit Begeisterung an die Umsetzung der Vorgaben machten. Ich hatte auch angeboten, Begehungen in Praxen zu machen und ganz individuell die bereits erfolgte Umsetzung und noch zu erledigende To-Do’s zu analysieren, was bei meinen Mandanten sehr gut angekommen ist. Meine Erfahrung jedoch auch hier: Genutzt haben dieses Angebot vor allem von Praxen, die schon vor meinem Besuch 80% oder mehr der damals gültigen Vorschriften umsetzten.
Vor ein paar Wochen änderte sich das. Plötzlich erhielt ich Anrufe, was denn an dieser Panikmache dran sei, die manche (Unternehmens-)Berater verbreiten würden, denn angeblich würde eine neue Abmahnwelle drohen, wenn der Webauftritt nicht den neuen Vorgaben entspräche. Von den zahlreichen anderen zu erfüllenden Vorgaben wussten die Wenigsten, Stichworte wie Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten oder Verträge zur Auftragsverarbeitung waren meist nicht bekannt. Plötzlich war die Nachfrage nach Workshops da, und auch die Einzelmandatierungen zum Thema wurden im Laufe der letzten Wochen immer mehr. Auch wenn es immer noch jede Menge Stimmen gibt, die das Ganze einfach “aussitzen” wollen und keine Lust haben, “sich mit dieser Unverschämtheit” zu befassen. Ich hoffe, alle, die meine Workshops besucht haben und/oder sich von mir beraten haben lassen, fühlen sich für den morgigen Tag gut gewappnet! Und wer erst vor ein paar Tagen realisiert hat, dass doch etwas mehr zu tun ist als das, was man bislang unter “Ich beachte den Datenschutz schon, soweit das im Arbeitsalltag möglich ist”, soll nicht in Panik verfallen, noch ist nichts zu spät. Also lieber jetzt anfangen als es aussitzen zu wollen! Wenn Sie Unterstützung brauchen, sprechen Sie mich gerne an. Ich stehe künftig neben der Rechtsberatung und -vertretung und der Durchführung von Workshops und Inhouse-Schulungen auch als externe Datenschutzbeauftragte vor allem im Gesundheitswesen zur Verfügung.